Der Chor
1991: Statt dass wir ein Volk sind, sind wir ein Chor - ohne Mauer
in den Köpfen. 1995 bemühen sich die studiosi cantandi um
brandenburgisch-bayerische Annäherung und bestellen den Allgäuer
Hofkapellmeister Norbert Ochmann zur weiteren Leitung.
Völkerverständigung und Kulturaustausch
sorgen für Qualität und Quantität, verbinden klare
Sopräne und laszive Altstimmen mit sonoren Bässen und schmeichelnden
Tenören. Mancher meint, hier eine Geschlechterspezifik des Singens
zu erkennen. Oder liegt es am soften Zweitdirigenten Henning Franzen,
dass mehr Frauen als Männer montags Stimmbänder und Zwerchfelle
trainieren?
Während des regelmäßigen Trainings wird schnell klar: Singen und SCHOKOLADEN lassen den Endorphinspiegel steigen. Die Kneipe in Berlin-Mitte bleibt ihrem Montagschor treu und sorgt mit Bionade und Berliner für flüssige und überflüssige Gespräche und einen Auftritt beim sommerlichen Hoffest. Mit solch gut geölten Kehlen gelingen Chansons, Madrigale, Messen und Motetten epochenübergreifend von Bach bis Dvorák, von Schubert bis Bruckner. Berlin und Brandenburg sind erfreut.
Im neuen Jahrtausend erweitern die studiosi cantandi
ihr Repertoire um die Dimension des Schauspiels, inspiriert durch
das Werk des Italieners Orazio Vecchi. Ob lustwandelnde Jagdgesellschaft,
ob launenhafte Narretei der Renaissance - unter der Regie des Heldentenors
Christian Richter verwandeln sich die kalten Bohlen der Philharmonie
in Bretter von Weltbedeutung. Schon winkt den Liebhabern des Singens
das Ausland: Spanien, Niederlande, Tschechien, Österreich - ein
Chor, eine Welt...
Der Verein studiosi cantandi Berlin wurde am 12.11.2001
gegründet und ist Mitglied im Chorverband
Berlin.


